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Projektwochen

Hier ein paar Beispiele unserer Projektwochen. Am Ende der Seite findet Ihr allgemeine Informationen dazu, was Projektwochen sind, wie sie bei uns durchgeführt werden und warum sie ein fester teil unserer Schulkonzeptes sind.

Projektwoche Steinzeit WeidenschuleProjektwoche Steinzeit WeidenschuleProjektwoche Steinzeit WeidenschuleProjektwoche Steinzeit Weidenschule

Steinzeit /// Oktober 2015 (Klasse 3 / 4)

Zwei Wochen lang beshäftigten sich die Schüler der Klasse 3/4 im Fachunterricht sowie in der Freiarbeit mit dem Thema Steinzeit und der Entstehung des Menschen, wie wir ihn heute kennen.Zum Beginn des Projektes hörten die Kinder die Erzählung nach Maria Montessori "Vom Kommen des Menschen" und arbeiteten mit der Zeitleiste, um die unvorstellbaren Zeiträume und Entwicklungsschritte zu veranschaulichen.
In Werken wurden Ledersäckchen gebastelt, in Musik das Lied vom Ritter Rost "Aus Stein..." gesunden sowie Rhythmen getrommelt. In Heimat- und Sachkunde erforschten die Kinder Themen wie:
- Mammutjagd, ein Mammut aus einem großen Seil legen
- Zeitleiste anfertigen
- Diagramm Körpergröße und Gehirnvolumen der verschiedenen Urmenschenarten
- Knochen und Mammutfossilien ausgraben
- Höhlenmalerei
In der Freiarbeit wurde Deutschpläne zum Thema bearbeitet (Lernwörter, Lesetexte, Abschreibübungen, Urmenschengeschichten erfinden ...).



Projektwoche Wasser WeidenschuleProjektwoche Wasser WeidenschuleProjektwoche Steine in der WeidenschuleProjektwoche Steine in der Weidenschule

WASSER UND STEIN /// Januar 2015 (Klasse 1: Wasser; Klasse 2/3: Stein)

Jedes Jahr beschäftigen sich die Weidenschüler eine Woche lang mit einem Element. In vier Jahren Grundschulzeit lernen sie so die vier Elemente sehr intensiv kennen. In Klasse 2 / 3 stand das Thema Gestein auf dem Programm. Die Schüler besuchten den benachbarten Steinmetz. Sie durften sogar selbst Hand anlegen und Steien bearbeiten - was gar nicht so einfach war! Später gestalteten sie Poster zu den verschiedenen Gesteinsarten und präsentierten diese. Ein echter Steinexperte stellte seltene Steine vor, die Kinder schrieben Geschichten über Steine und bemalten gefundene Steine. Zum Draußetag ging es zum Schloss Wilhelmsburg, wo in einer spannenden Führung die verschiedenen Sandsteinarten vorgestellt wurden.

Bei den Erstklässlern ging es nasser zu, denn ihre Projektwoche stand unter dem Motto Wasser. Am Anfang stand die Frage, wo uns im Alltag überall Wasser begegnet. Schnell wurde festgestellt, dass Wasser absolut unverzichtbar für uns Menschen ist. Die Kinder bauten den Wasserkreislauf in Miniaturform nach: ein Glas wurde gefüllt mit Sand, Wasser sowie einer Pflanze. In diesem kleinen Treibhaus "regnet" es ab und zu sogar richtig. Außerdem wurde die Löslichkeit mehrerer Stoffe untersucht. Am Draußentag ging es ins Meeresaquarium nach Zella-Mehlis. Besonders faszinierend waren Fische, die sich verblüffend echt wie Steine oder Korallen tarnen können.



Projektwoche Feuer WeidenschuleProjektwoche Feuer WeidenschuleWeiße Woche in der WeidenschuleWeiße Woche in der Weidenschule

FEUER UND EIS /// Winter 2014 (2 Projektwochen)

Was bietet sich in der kalten Jahreszeit mehr an, als eine Projektwoche zum Thema Feuer? So wurde der Start ins neue Jahr feurig. Feuer ist -vor allem für Kinder- ein faszinierendes Element, was zum experimentieren einlädt. Wir haben ...
- mit Feuersteinen Funken geschlagen
- Feuer gemacht, gerochen, gehört und genossen
- Feuerbilder gestaltet
- Bücher gelesen: "Das Feuertier" und "Bei der Feuerwehr wird der Kaffe kalt"
- Feuerwehrbesuch und -besichtigung bei der Asbacher Feuerwehr
- Feuerlied gesungen

Den ganzen Winter hatten wir auf Schnee gewartet und glücklicherweise schneite es genau zu Beginn der "weißen Woche" Ende Januar. Die ganze Woche gab es weißes Essen zum Mittag (Danke Herr Assmann!) und auch sonst drehte sich alles um weiße Dinge. Schneesterne wurden geschnitten und weiße Blumen gebastelt. Die Weidenschüler suchten sich ein weißes Thema, was sie interessiert und erarbeiteten sich dieses: Zähne, Eisbären, Gespenster, weiße Kristalle, Schnee und Schimmel zum Beispiel. Zum Schluß stellte jeder Schüler sein Thema vor.



KartoffelernteKartoffelwörter schreibenWeidenschüler kochen mit Kartoffel während der Kartoffel-Projektwoche.Kartoffelernte im Rahmen der Kartoffelprojektwoche in der Weidenschule.

KARTOFFELN /// September 2013 (Projektwoche)

Tolle Knolle! Eine Woche beschäftigten sich die Weidenschüler mit Kartoffeln.
Ausschnitt aus dem Lehrplan HSK: "Ein eher diffuses Wissen wird in diesem Lernbereich überführt zu der Erkenntnis, dass alle Lebewesen in der Natur einem Zyklus von Werden und Vergehen unterliegen". Gerade das kann man an der Kartoffel sehr gut deutlich machen. Die Weidenschüler hatten im Frühling eine Knolle in die Erde gelegt und konnten jetzt im Herbst ein paar winzige "Kartoffelkinder" ernten. Von der großen Knolle war nichts übriggeblieben. Das Leben der Kartoffel wurde auf Karten sortiert und gemalt, ein Kartoffelmobile wurde gebastelt und ein Kartoffellied gelernt (Musik).
Ausschnitt aus dem Lehrplan Ethik: "Der Schüler nimmt die Natur und seine Umwelt bewusst wahr (...) und kann 'Wunder' in der Natur wahrnehmen und beschreiben". Während der Kartoffelernte konnten die Schüler Achtung vor der Natur erspüren und beim Verzehr der Kartoffelgerichte Erntedank erleben (übrigens jeden Tag ein anderes Kartoffelgericht). Außerdem wurden verschiedene Kartoffelsorten verkostet, Kartoffelsuppe gekocht und Kartoffelbrot gebacken.
Im Bereich Deutsch erfuhren die Weidenschüler, dass der preußische König einst zu einer List greifen musste, um seinem Volk die Kartoffel schmackhaft zu machen. Die (großen) Saturnkinder haben zusammengesetzte Substantive mit Kartoffel geübt und einen Text gelesen.



Schüler sortieren EurosIGeldübung am PC in der Weidenschule Weidenschüler entdecken Geld aus alten ZeitenEin Flohmarkt beendet das Geldprojekt der Weidenschule

GELD /// April 2013 und FEBRUAR 2014 (2 Projekttage)

Montagfrüh in der Weidenschule. Es ist Steinzeit. Ida, Walther, Molly, Lukas und Ronja tauschen Felle und Fleischkeulen (aus Papier) und Getreide. Irgendwann stellt einer der Schüler fest: Ich brauche keine Felle mehr, möchte aber trotzdem mein Getreide loswerden. Also schaffen sich die Kinder eine Währung: Muscheln!
Und so ist der Einstieg in das abstrakte Thema Geld geschafft, denn aus den Naturalien-Währungen (Salzbarren, Steingeld, Muschelketten) entstand irgendwann der Euro. Das war natürlich ein langer Weg, den die Schüler mit altem deutschen Geld teilweise nachzeichneten: Geld aus Inflationszeiten -10 000 bzw. 100 000 Mark, Pfennige, Mark aus Ost und West usw.). Warum heißt der Euro eigentlich Euro? Was gibt es alles für Scheine und Münzen? Und wie wechselt man Geld? Für all diese Fragen galt es Antworten zu finden.

1. Münzen sortieren, durchrubbeln mit dem Bleistift und benennen
2. in mehreren Portmonees das Geld zählen und den Betrag aufschreiben
3. Legekärtchen zu Eurobeträgen
4. LÜK-Kasten: Beträge zusammenrechnen und - wem das zu leicht war - Restgeld berechnen
5. Beträge auf 2 verschiedene Arten legen
6. PC: Geldbeträge sortieren
7. Zwei Puzzle zur Addition und Subtraktion von Cent- und Eurobeträgen

Als Abschluß wurde ein Euro-Spiel gespiel und ein echter Flohmarkt veranstaltet.



SymmetrierätselMolly schneidet symmetrische FigurenSymmetrische Bilder vervollständigenSymmetrische Bilderketten legen

SYMMETRIE /// Januar 2013 (2 Projekttage)

Symmetrie kommt aus dem altgriechischen und steht für Ebenmaß. Im Lehrplan wird an verschiedenen Stellen auf die Symmetrie Bezug genommen (v.a. im Bereich Mathematik). Auf spielerische, experimentielle und fachübergreifende Weise erarbeiteten sich die Schüler das Thema.

Tag 1

Die Geschichte vom Drachen Kasimir, der durch einen Zauber doppelt war, eröffnet die Projekttage
und macht die Kinder mit dem Thema Symmetrie vertraut. Sie malen den Drachen und Dinge für ihn, die natürlich auch doppelt sein müssen.

Stationenarbeit
: Scherenschnitt (symmetrische Schmetterlinge entstehen), Arbeitsblätter (Dinge symmetrisch vollenden), Dominos zum Thema Symmetrie, Ausschneidebilder bzw. Buchstaben und Wörter mit dem Spiegel auf Symmetrie überprüfen.

Tag 2
Gedicht vom Mumpf (von Michael Ende) und zeichnen eines symmetrischen Klecksbildes vom Mumpf
Stationen vom Vortag beenden
entstandene Kunstwerke beenden und eine kleine Ausstellung im Flur gestalten

Ein Mumpf
Ein symmetrisches Mumpfbild




Planeten aus PappmacheIda erklärt Tag und Nacht Das Universum als Krümel auf dem Fussbodendurch Reibung entsteht Wärme

PLANETEN /// September 2012 (Projektwoche)

Der Urknall und ein Luftballon
„Schließt einmal Eure Augen!“ fordert die Lehrerin Evelyn Roscher die Schüler der ersten Klasse der Weidenschule auf. „Bevor es unser Universum gab, war es noch viel dunkler als ihr es jetzt vor Euch seht. Es war auch viel kälter als diese Eiswürfel hier.“ Die Kinder nehmen die Eiswürfel in die Hand und versuchen sich ungläubig vorzustellen, wie sich das wohl anfühlen würde. Auf einmal platzt mit lautem Knall ein Luftballon - der Urknall lässt alle zusammenzucken. Im Luftballon waren viele kleine Alufoliekügelchen versteckt, die sich jetzt auf dem dunklen Fußboden verteilt haben. Von oben sieht das Ganze aus wie ein kleines Universum. Die Kinder beugen sich vor und suchen angestrengt nach unserer Erde - ein kleines Kügelchen unter zahlreichen anderen. Die Geschichte von der Entstehung des Universums und unserer Erde nimmt die Schüler ganz augenscheinlich in ihren Bann.
Die Erstklässler beschäftigten sich eine Woche lang mit unserer Welt und den Planeten des Sonnensystems: Planeten wurden -entsprechend ihrer Größenrelation- aus Pappmache nachgebaut, Bücher über das Weltall angeschaut und vorgelesen. Die Kinder lernten warum es Tag und Nacht gibt und wie -entsprechend einiger griechischer Sagen- die Sternbilder entstanden sind. Raketen wurden gebaut, Weltraumlieder gesungen und jedes Kind stellte schließlich einen Planten selber vor. „Die Kinder lernten viel und waren stolz, sich mit so einem ,gewaltigen‘ Thema beschäftigen zu dürfen“, resümiert Frau Roscher die Projektwoche.



WAS

In Projektwochen wird ein Thema auf vielfältige Weise beleuchtet und bearbeitet. Die Themen werden von den Kindern vorgeschlagen und mitbestimmt.

WIE

Die Grundbausteine bilden der Thüringer Bildungsplan, der Jahreskreislauf sowie aktuelle und geschichtliche Themen. Dabei ist es der Schule wichtig, dass alle Fachunterrichtsfächer aber auch die freien Kulturtechniken in die Projekte einfließen. Somit werden die Themen umfassend und vielseitig erschlossen.
An mindestens drei Projektwochen pro Schuljahr lernen und forschen die Kinder für jeweils eine Woche klassenübergreifend an einem speziellen Thema, welches von den Kinder selbst- bzw. mitbestimmt wird. Darüber hinaus gibt es auch Projekttage - die also einen oder mehrere Tage dauen.

WARUM


Ausgehend vom Kind als Hauptperson im Bildungsprozess möchten wir mit den Projektwochen die Schule mit ihren Lerninhalten als Ganzheit betrachten und dieses auch so vermitteln. Die Kinder bekommen hier die Möglichkeit ihre persönlichen Fähigkeiten zu erweitern. Die Lerngegenstände knüpfen an die Lebenswelt der Schüler an, bekommen dadurch eine Bedeutung für sie und können folglich wirklich verstanden werden. Die Kinder können verschiedenste Materialien erforschen und sich im Bezug dazu entdecken. Auch können den Kindern Erfahrungen und Wissen geboten werden, die im Unterricht, der je nach Fach verschiedene Themen vermittelt, so nicht möglich wären. Durch Projektwochen bekommen die Kinder die Möglichkeit ein Thema nicht nur eindimensional in einem bestimmten Fach kennenzulernen, sondern multiperspektivisch. Das Thema wird mit Leben gefüllt und ganz praktisch erforscht.

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